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Bodentiefe Fenster: Vorteile, Nachteile und was zu beachten ist

Bodentiefe Fenster reichen bis zum Boden und bringen maximales Tageslicht sowie einen weiten Blick nach draußen. Sie lassen Räume größer wirken und verbinden innen und außen.


Zu beachten sind die Absturzsicherung in oberen Geschossen, eine Sicherheitsverglasung, der fehlende Platz für Heizkörper und Möbel sowie die passende Reinigung. Bei guter Planung überwiegen die Vorteile deutlich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bodentiefe Fenster bringen maximales Licht und einen weiten Ausblick.
  • Sie lassen Räume größer und offener wirken.
  • In oberen Geschossen ist eine Absturzsicherung Pflicht.
  • Sicherheitsverglasung erhöht den Schutz an den großen Flächen.
  • Zu bedenken sind Platz für Heizkörper und Möbel sowie die Reinigung.

Was bodentiefe Fenster ausmacht

Bodentiefe Fenster, auch französische Fenster genannt, reichen vom Boden bis nahezu zur Decke. Sie verwandeln eine Wand in eine Glasfläche und holen dadurch besonders viel Tageslicht ins Haus. Der Übergang zwischen innen und außen verschwimmt, der Blick in den Garten wird zum Teil des Raumes.


Diese Fenster sind ein starkes Gestaltungselement und liegen im Trend, besonders im Neubau. Sie wirken modern und großzügig. Damit sie ihre Stärken voll ausspielen und sicher sind, brauchen sie jedoch etwas mehr Planung als ein normales Fenster.

Die Vorteile

Der größte Vorteil ist das Licht. Weil die Glasfläche bis zum Boden reicht, fällt deutlich mehr Tageslicht in den Raum als bei einem normalen Fenster mit Brüstung. Das hebt die Stimmung und macht Räume freundlicher.


Hinzu kommt die Raumwirkung: Bodentiefe Fenster lassen einen Raum größer und offener erscheinen und verbinden ihn optisch mit dem Außenbereich. Führt das Fenster auf eine Terrasse oder einen Balkon, entsteht ein fließender Übergang nach draußen. Diese Offenheit ist der Hauptgrund für ihre Beliebtheit.

Sicherheit: Absturzsicherung und Verglasung

Der wichtigste Punkt bei bodentiefen Fenstern ist die Sicherheit. In oberen Geschossen, wo das Fenster nicht auf einen gesicherten Balkon oder eine Terrasse führt, ist eine Absturzsicherung Pflicht.

Üblich sind ein Geländer an der Fassade, ein französischer Balkon oder eine unauffällige Glasabsperrung.

Alternativ lässt sich der untere Teil der Fläche als feststehende Verglasung ausführen, die selbst als Absturzsicherung dient. In jedem Fall empfiehlt sich an den großen, bodennahen Flächen eine Sicherheitsverglasung wie Verbundsicherheitsglas, das bei einem Aufprall zusammenhält und das Verletzungsrisiko senkt. Die genauen Anforderungen hängen von Geschoss und Region ab.

Was Sie außerdem bedenken sollten

Ein paar praktische Punkte gehören in die Planung. Unter einem bodentiefen Fenster ist kein Platz für einen klassischen Heizkörper, weshalb hier oft eine Fußbodenheizung zum Einsatz kommt. Auch beim Möblieren fällt die Wandfläche weg, was die Anordnung von Schränken einschränken kann.


Die große Glasfläche will außerdem geputzt werden, was etwas mehr Aufwand bedeutet, dafür aber innen bequem von unten erreichbar ist. Und wie bei allen großen Fenstern nach Süden und Westen ist ein außenliegender Sonnenschutz wichtig, damit die Räume im Sommer nicht überhitzen.

Für wen sich bodentiefe Fenster lohnen

Bodentiefe Fenster lohnen sich für alle, die helle, offene Räume mit viel Bezug nach draußen schätzen.


Besonders im Wohnbereich und zum Garten hin spielen sie ihre Stärken aus. Mit der richtigen Planung von Sicherheit, Sonnenschutz und Heizung überwiegen die Vorteile deutlich.


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