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Fenster nach Maß heißt: du bestellst kein Standardformat, sondern gibst für jedes Element das äußere Rahmenmaß an. Gefertigt wird exakt nach dieser Angabe. Das Rahmenmaß ergibt sich aus der gemessenen Maueröffnung abzüglich der Montagefuge, bei Gut & Günstig sind das rund 2,5 cm. Öffnungsrichtung und Plattform legst du im selben Schritt fest.
Fenster nach Maß bedeutet, dass die Fertigung sich nach deiner Zahl richtet und nicht umgekehrt. Du wählst kein Format aus einer Liste. Du trägst eine Breite und eine Höhe ein, und genau dieses Element verlässt die Produktion.
Der Punkt, an dem die meisten Bestellungen kippen, ist nicht das Messen. Es ist die Frage, welches Maß in das Feld gehört. Auf unserer Seite zum Ausmessen von Fenstern und Türen steht es unmissverständlich: „Gut & Günstig berechnet alle Angebote und Auftragsbestätigungen für Türen und Fenster immer basierend auf den äußeren Rahmenmaßen."
Das heißt, dass niemand hinter dir nachrechnet. Trägst du das Maß der Maueröffnung ein, wird ein Fenster in der Größe der Maueröffnung gebaut. Es passt dann rechnerisch, aber nicht praktisch, weil keine Fuge mehr übrig ist.
Dieser Ratgeber erklärt die Bestellung. Die reine Messanleitung mit Video und Checkliste liegt auf der oben verlinkten Seite, und dort gehört sie auch hin. Hier geht es um das, was zwischen dem Zollstock und dem Absenden passiert.
Das Rahmenmaß. Immer. Es ist das äußere Maß des fertigen Rahmens, also das, was tatsächlich produziert wird.
Die Maueröffnung ist größer, weil zwischen Mauerwerk und Rahmen eine Montagefuge bleiben muss. In diese Fuge kommen Klötze, Befestigung und Dämmung. Ohne sie kannst du das Element weder ausrichten noch dauerhaft befestigen.
Unser Beispiel auf der Aufmaß-Seite rechnet es vor: „Wenn du eine Öffnung von 110 cm von Mauerwerk zu Mauerwerk hast, ziehst du ca. 2,5 cm ab, das Rahmenmaß beträgt somit 107,5 cm."
Warum die Fuge nicht verhandelbar ist, zeigt unsere Montageanleitung. Sie verlangt Montagekeile unter dem Rahmen, dauerhafte Aufklotzungen „unter jeder Ecke" und unter vorhandenen Pfosten, und sie gibt die Bohrpunkte mit „3-5 cm von der Mauerkante entfernt" an. Für Montageschrauben der Größe 7,5 x 132 braucht es Platz. Den holst du dir über die Fuge, nicht über den Bohrhammer.
Bevor du eine Zahl einträgst, solltest du wissen, auf welcher Plattform dein Element gebaut wird. Die Rahmentiefe unterscheidet sich, und davon hängt ab, wie tief das Element in der Laibung sitzt und wie viel Platz die Fensterbank innen noch hat.
Die Breite und die Höhe ändern sich dadurch nicht. Die Einbausituation schon.
Die technischen Zeichnungen zu jeder Plattform liegen als PDF bereit und zeigen die Schnitte durch Oberrahmen, Unterrahmen, Seitenrahmen und Kämpfer. Wenn du mit Sprossen planst, findest du dort auch die Ausführungen, etwa die 24 mm und 25 mm Wienersprosse oder die 25 mm Energiesprosse. Eine Übersicht aller Plattformen steht auf unserer Seite Plattformen.
Ein Hinweis zur Terrassentür: Die Zeichnungen führen bei den Balkon- und Terrassentüren eine Bodenschwelle aus Aluminium. Die Schwellenhöhe gehört in dein Höhenmaß hinein, nicht obendrauf.
Die Reihenfolge ist kein Stil, sondern eine Absicherung. Jeder Schritt schließt einen Fehler aus, den der nächste sonst mitschleppt.
Was passiert, wenn du die Reihenfolge brichst? Der klassische Fall ist Schritt 3, übersprungen, weil die Öffnung „offensichtlich gerade" aussieht. Du ziehst dann die Fuge von einem Maß ab, das die Sohlbank ohnehin schon verengt hat. Das Element wird auf dem Papier korrekt, in der Laibung aber zu breit, und der Fehler fällt erst am Liefertag auf.
Genauso teuer ist Schritt 5 an letzter Stelle. Die Öffnungsrichtung ist ein Fertigungsmerkmal, kein Zubehör. Sie lässt sich nach der Produktion nicht mehr drehen. Welche Varianten es gibt, links innen, rechts innen, links außen, rechts außen, steht mit Zeichnungen auf unserer Seite Öffnungsrichtung.
Und Schritt 7 hat ein Zeitfenster. Nach unserer FAQ kannst du einen Auftrag „innerhalb der ersten 12 Stunden nach Bestellung" ändern. Danach läuft er in die Fertigung. Prüfen heißt also: am selben Abend, nicht am Wochenende.
Drei Proben reichen, um die meisten Fehlmaße vor dem Absenden zu finden. Du brauchst dafür kein Fachwissen und fünf Minuten Zeit.
Die Drei-Punkte-Probe. Miss die Breite oben, in der Mitte und unten. Miss die Höhe links, in der Mitte und rechts. Weichen die drei Werte um mehr als ein paar Millimeter voneinander ab, ist die Öffnung nicht rechtwinklig. Nimm dann das kleinste Maß und rechne von dort weiter.
Die Diagonal-Probe. Miss beide Diagonalen der Maueröffnung, also von Ecke zu Ecke über Kreuz. Bei einer rechtwinkligen Öffnung sind sie gleich lang. Je größer die Differenz, desto schiefer sitzt die Öffnung, und desto mehr Fuge brauchst du, um das Element trotzdem gerade einbauen zu können.
Die Lot-Probe an der Bandseite. Halte eine Wasserwaage an die Seite, an der später die Bänder sitzen. Unsere Montageanleitung verlangt für Türen, dass diese Seite „100 % lotrecht" steht. Ist die Laibung dort schief, musst du das über die Fuge ausgleichen, und das planst du besser vor der Bestellung als danach.
Bestehst du alle drei Proben, kannst du das Rahmenmaß mit ruhigem Gewissen eintragen. Fällt eine durch, miss lieber noch einmal.
Zwei Fehler kommen immer wieder vor, und beide sind nach der Produktion nicht mehr zu reparieren.
Trag nie das Maß der Maueröffnung als Rahmenmaß ein. Alle Angebote und Auftragsbestätigungen werden auf Basis der äußeren Rahmenmaße gerechnet.
Ein Element in der Größe des Lochs lässt sich nicht klotzen, nicht verschrauben und nicht dämmen. Die Montageanleitung setzt eine Fuge voraus, in der Montagekeile und dauerhafte Aufklotzungen Platz finden, und ohne diese Klötze verzieht sich der Rahmen beim Anziehen der Schrauben.
Zieh die Fuge nie doppelt ab. Wer nach dem Abzug von 2,5 cm zusätzlich „sicherheitshalber" auf den nächsten glatten Zentimeter abrundet, bestellt ein Element, das in der Öffnung schwimmt. Eine zu große Fuge ist kein Puffer, sondern ein Anschlussproblem: Fugenklebeband und Isoliermaterial haben irgendwann nichts mehr, woran sie anliegen.
Versuch nicht, ein Maß außerhalb des Konfigurators zu erzwingen. Auf die Frage, ob man größer oder kleiner bestellen kann als auf der Homepage möglich, antwortet unsere FAQ: „Leider nein. Die möglichen Maße sind unseren Maschinen angepasst." Der eingebbare Bereich ist also die echte Grenze, kein Vorschlag.
Manchmal ist das Rahmenmaß korrekt berechnet, und das Element passt trotzdem nicht. Dann liegt der Fehler fast immer nicht am Fenster, sondern an einer Annahme über die Öffnung. Vier Ursachen decken die meisten Fälle ab, und jede hat einen eigenen Test.
Die ersten drei Ursachen lassen sich beim Einbau lösen, wenn du sie kennst, bevor das Element an der Wand hängt. Bei Putz und Anschlag reicht oft ein Abschlagen der verengenden Kante. Bei einer schiefen Öffnung verteilst du die Fuge ungleich und richtest das Element über die Keile aus.
Die vierte Ursache lässt sich nicht lösen. Eine falsch bestellte Öffnungsrichtung ist ein neues Element. Deshalb steht sie in der Reihenfolge weiter oben und nicht am Schluss
Maßfertigung ist bei uns der Normalfall und nicht die Ausnahme. Jedes Element wird auf die eingetragene Zahl gebaut, innerhalb des Bereichs, den die Maschinen zulassen. Genau deshalb trägt die Zahl so viel Gewicht.
Wenn du unsicher bist, miss lieber zweimal und ruf danach an. Fünf Minuten am Telefon sind billiger als ein Element, das niemand sonst gebrauchen kann. Viel Erfolg beim Aufmaß.
Diese Grenze ist bei Maßanfertigung wichtiger als bei jedem anderen Kauf, weil das Maß von dir kommt und nicht von uns.
Dein Teil: das Aufmaß, die Umrechnung auf das Rahmenmaß, die Öffnungsrichtung und die Kontrolle der Auftragsbestätigung. Fällt hier ein Fehler auf, hast du dafür das Zeitfenster von 12 Stunden nach der Bestellung. Danach ist das Element in Produktion, und ein falsches Maß ist kein Garantiefall.
Unser Teil: dass das gelieferte Element dem bestätigten Maß entspricht und frei von Material- und Herstellungsfehlern ist. Unsere Garantie läuft 12 Jahre auf Holz-Aluminium, 10 Jahre auf Kiefer, 10 Jahre auf Kunststoff, 10 Jahre auf die Glasscheiben und 10 Jahre auf Griffe, Beschläge und Bänder. Sie deckt Material- und Herstellungsfehler, ausdrücklich nicht „die Kosten für den Aus- oder Einbau".
Was eilt: sichtbare Glasfehler musst du innerhalb von drei Monaten nach Lieferung melden. Schäden durch unsachgemäße Montage sind von der Garantie ausgenommen, ebenso Transport- und Lagerschäden. Kontrollier die Lieferung deshalb am Liefertag, nicht am Einbautag.
Praktisch heißt das: nimm dir die Auftragsbestätigung, leg deine Maßliste daneben und geh Zeile für Zeile durch. Breite, Höhe, Typ, Öffnungsrichtung, Verglasung. Das ist die letzte Stelle, an der ein Zahlendreher nichts kostet.