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Ein Klappfenster ist an der oberen Kante angeschlagen und öffnet unten nach außen. Dadurch entsteht oben ein schmaler Lüftungsspalt, durch den kaum Regen eindringt. Klappfenster werden gern als Oberlicht und in der skandinavischen Bauweise eingesetzt. Es ist damit gewissermaßen das Gegenstück zum nach innen kippenden Fenster.
Ein Klappfenster ist an seiner Oberkante angeschlagen. Zum Öffnen klappt die untere Kante nach außen, während der Flügel oben im Rahmen bleibt. So entsteht oben ein Lüftungsspalt, der nach außen zeigt.
Durch diese Richtung hat das Klappfenster einen praktischen Vorteil: Bei leichtem Regen tropft das Wasser über den nach außen geneigten Flügel ab, statt hereinzulaufen. Sie können also auch bei wechselhaftem Wetter für Frischluft sorgen.
Eine berechtigte Sorge ist, dass über das Glas viel Wärme verloren geht. Mit moderner Verglasung lässt sich das gut in den Griff bekommen.
Bei Glas in der Haustür kommt eine Wärmeschutzverglasung zum Einsatz: zwei oder drei Scheiben mit einer wärmenden Beschichtung und einer Edelgasfüllung im Zwischenraum, die besser dämmt als Luft. So bleibt die Tür trotz Glasfläche gut gedämmt.
Wichtig ist, dass die gesamte Tür stimmig ist: Glas, Türblatt, Rahmen und Dichtungen müssen aufeinander abgestimmt sein. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Ratgeber zum Dämmen der Haustür.
Die beiden Typen werden leicht verwechselt, weil beide nur oben öffnen. Der Unterschied liegt in der Richtung. Das Kippfenster ist unten angeschlagen und kippt oben nach innen. Das Klappfenster ist oben angeschlagen und klappt unten nach außen.
Für den Alltag bedeutet das: Ein nach innen kippendes Fenster ist der in Deutschland verbreitete Standard und leicht von innen zu bedienen. Das nach außen klappende Fenster schützt besser vor Regen, ist aber von außen schwerer zu reinigen.
Häufig sitzt ein Klappfenster als Oberlicht über einem größeren Fenster oder einer Tür. Dort dient es allein der Lüftung, während das Hauptfenster für Licht und Ausblick sorgt. Auch in der skandinavischen Bauweise ist die nach außen öffnende Klappe verbreitet.
In Räumen, die dauerhaft etwas Frischluft brauchen und gleichzeitig vor Schlagregen geschützt sein sollen, kann ein Klappfenster sinnvoll sein. Für den normalen Wohnraum bleibt in Deutschland das nach innen öffnende Fenster jedoch die gängige Lösung.
Der klare Pluspunkt des Klappfensters ist das Lüften bei Regen. Der nach außen geneigte Flügel bildet ein kleines Dach über dem Spalt, sodass leichter Niederschlag abtropft. In Räumen, die konstant etwas Frischluft brauchen, ist das praktisch.
Dem stehen zwei Nachteile gegenüber. Die Außenscheibe lässt sich schwerer von innen reinigen, weil der Flügel nach außen öffnet. Und ein offen stehendes Klappfenster ist Wind und Wetter direkt ausgesetzt. Bei starkem Sturm sollten Sie es deshalb schließen.
Als reines Oberlicht über einem größeren Fenster spielt das Klappfenster seine Stärken am besten aus. Dort sorgt es dauerhaft für Frischluft, während das Hauptfenster Licht und Ausblick übernimmt.